Die erste urkundliche Nennung

Mittelpöllnitz entstand wie die umliegenden Dörfer Nieder- und Oberpöllnitz als slawische Siedlung zwischen dem 9. bis. 12. Jahrhundert. Durch den Ort führten uralte Landstiege, eine der Süd-Nordverbindungen im Reiche. Die Handels- und Heerstraße von Regensburg nach Naumburg sowie die West-Ostverbindung von Saalfeld nach Gera. Unter dem sorbischen Namen Polniz finden wir die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1238.

Genannt wird Gottschalk von Polniz als Zeuge in einer Urkunde vom 29. Dezember 1238, ausgefertigt in Weenfels. Heinrich, Markgraf von Meißen bezeugt, dass Konrad Ritter von Lobeda (genannt Puster) 3 1/2 Hufen zu Greißlau dem Nonnenkloster zu Greißlau verkauft und das Eigentwnsrecht dem Kloster übergeben hat.

Dieser Beleg verweist auf die alten Pöllnitzdörfer und die archäologisch wohl ins 12. Jahrhundert datierte Burg nach der sich die Ministeralien- und Ritterfamilien von Pöllnitz benannten.

1238 als Jahr der ersten Erwähnung ist mit Sicherheit nicht das Gründungsjahr der Pöllnitzdörfer. Es ist aber durchaus gerechtfertigt und vertretbar, daß alle drei Dörfer Ober-, Mittel-, und Nieder- Pöllnitz dieses Datum als Zeitpunkt ihrer urkundlich gesicherten Ersterwähnung in Anspruch nehmen dürfen (falls nicht noch eine ältere Urkunde gefunden wird).

Die unterschiedlichen Schreibweisen:

1238 Polniz  1378 Mittelnpolnicz 1568 Mittel-Bellnitz 
1302 Polnicz 1438 Mittel-Polniz 1611 Mittelpöllnitz
1356 Polnitz 1506 Polnytz  

Die schriftliche Ersterwähnung des Dorfes Porstendorf finden wir im Jahre 1181 also reichlich 50 Jahre früher wie Pöllnitz in einer Urkunde Kaiser Friedrich (I) vom 10. November 1181 ausgefertigt in Altenburg.

Schreibweisen von Porstendorf in den Jahrhunderten:

1186 Borsendorp 
1293 Borsendorff
1416 Borsendorf
1757 Forschendorf

 

Aus der Vorgeschichte und Gründungszeit unserer Dörfer

Eine genaue Jahresangabe über die Gründungszeit der Ansiedlungen aus denen die Pöllnitzdörfer und Porstendorf entstand, ist nicht bekannt. Die Anfänge einer menschlichen Siedlung im südlichen Mitteldeutschland lassen sich durch Bodenfunde schon seit der Altsteinzeit nachweisen. Der Orlagau, zu dem auch unser Gebiet gehörte, war ein bevorzugtes Siedlungsgebiet.

Ohne Zweifel haben Sorben zunächst von den Hauptsitzen ihres Volkes, der Elbe und Mulde, an der Elster aufwärts ziehend, sich in der Umgebung von Geraniedergelassen und hier ihre Ansiedlungen in dicht gedrängter Lage angelegt. Von hier aus an der Weida aufwärts, waren sie einerseits im Tal der Auma, andererseits in der Niederung weitergezogen, die von Weida in die Gegend von Pöllnitz und Triptis führt.

Von Saalfeld zieht sich eine geologisch bedingte Mulde über Pößneck, Neustadt nach Triptis ansteigend, dann wieder abfallend nach Weida. Sie stellt eine natürliche Verbindung von Saaletal und Elstertal dar. In Triptis liegt die Wasserscheide zwischen den beiden Flüssen. Diese Mulde trennt das Ostthüringer Schiefergebirge des südlichen Höhenzuges der Orlasenke vom nördlichen bewaldeten weiträumigen Buntsandsteingebiet.

Mittelpöllnitz liegt in der Talsenke des Pöllnitzbaches zwischen den Ausläufern des Schiefergebirges und dem nördlichen Buntsandsteingebiet.

 

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Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 327
  • 1995: 322
  • 1996: 311
  • 1997: 317
  • 1998: 323
  • 1999: 327
  • 2000: 336
  • 2001: 330
  • 2002: 333
  • 2003: 322
  • 2004: 326
  • 2005: 326
  • 2006: 326
  • 2007: 319
  • 2008: 309
  • 2009: 301
  • 2010: 290
  • 2011: 284
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik